Die Veranstaltung
Die Tour beginnt am
Goethe-Denkmal auf dem Goetheplatz. Dort sprechen wir über
Goethe, das Frankfurtische und die Redewendung
„Pustekuchen“.
Anschließend gehen wir zum
Struwwelpeter-Denkmal. Hier klären wir, woher der Name „Struwwelpeter“ stammt und wie
Mark Twain,
Heinrich Hoffmann und der Struwwelpeter miteinander verbunden sind.
Mit Blick auf die
Zeil erfahren wir, warum die berühmte Einkaufsstraße so heißt. Außerdem sprechen wir über Goethes Großvater und die sprachliche Entwicklung des Familiennamens von
„Göthé“ zu „Goethe“.
An der
Katharinenkirche widmen wir uns
Hiob Ludolf und Frankfurt als Zentrum der Äthiopistik. An der
Hauptwache sprechen wir über die Senckenberg-Brüder, über Übersetzung und die Entzifferung der Senckenberg-Tagebücher.
Am
Rossmarkt geht es um
„ss“ und „ß“ in der deutschen Sprache sowie um die Frage, ob „Roßmarkt“ oder „Rossmarkt“ die richtige Schreibweise ist. Im ehemaligen Haus
„Zum Goldenen Brunnen“ lernen wir Goethes Mutter und ihre ungewöhnliche Rechtschreibung kennen.
Am Standort des ehemaligen
„Englischen Hofs“ befassen wir uns mit
Arthur Schopenhauer, seinen Beobachtungen zur Sprache der Tiere, seiner Rolle als „Wächter der Sprache“ und der Frage, warum sein Name manchmal mit doppeltem „p“ geschrieben wird.
Weiter geht es zum
Goethe-Haus im Großen Hirschgraben. Hier erzählen wir sprachliche Geschichten rund um die Familien Goethe und von Ochsenstein sowie über
Friedrich Hölderlin. Sie erfahren, was Goethe in „Geräms“ machte, was es mit den „Ochsenleichen“ auf sich hat, wie in der Familie Goethe Sprachen gelernt wurden, wie ein Übersetzer Goethes Vater vor dem Gefängnis bewahrte und warum Cornelia Goethe Englisch besonders schätzte.
Durch die
Graf-de-Thoranc-Passage gelangen wir zur Bethmannstraße, wo vor Jahrhunderten
Martin Luther übernachtete. Dort sprechen wir über seine Bibelübersetzung und ihre sprachgeschichtliche Bedeutung.
Im
Kaisersaal des Rathauses befassen wir uns mit
Karl dem Großen,
Ludwig dem Deutschen und weiteren Herrschern im Zusammenhang mit Sprache. Dabei gehen wir auch einigen sprachlichen Irrtümern auf den Grund.
Am
Ginkgo-Baum vor dem Kaisersaal erzählen wir die Geschichte von
Goethe und
Marianne von Willemer sowie ihrer poetischen Geheimsprache.
Weiter geht es über den
Eisernen Steg mit seinem „sprachlichen“ Goethe-Zitat. Wir sprechen über
„Dribb de Bach“, die Herkunft des Namens Sachsenhausen und die Sprachformen südlich des Mains.
Am
Römerberg klären wir, warum der Platz so heißt. Außerdem sprechen wir über den Römer als Ort der Germanistenversammlung, über die Abkürzung
„OK“ sowie über die Frankfurter Messen und die Sprache des Handels.
Danach besuchen wir die
Bendergasse mit dem Mozartfenster. An der
Schirn besprechen wir die Herkunft des Namens. In der
Rapunzelgasse begegnen wir weiteren sprachlichen Geschichten und der Redewendung
„Traurig wie die Madonna auf dem steinernen Haus“. Wir betrachten die Madonna und hören die Geschichte dahinter.
Die Tour führt weiter zum
Hühnermarkt in der Neuen Altstadt, wo wir
Friedrich Stoltze als Mundartdichter kennenlernen.
Den Abschluss bildet die
Kaiserpfalz Franconofurd. Dort sprechen wir über römische Sprachspuren in Frankfurt sowie über die Siedlung
Nida mit ihren bemerkenswerten sprachlichen Funden. Die letzte sprachliche Spur entdecken wir schließlich im
Dom am Grab des Grafen
Günther von Schwarzburg.
Infos
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: 15 Minuten vor Beginn vor dem Goethe-Denkmal am Goetheplatz
Endpunkt: Am Dom
Rollstuhl- und/oder Kinderwagengerecht: Nein
Mindestalter: 25