Ein Stück vom Leben der Brasilianer und ihrer Kultur in Frankfurt. Brasilien ist viel mehr als Samba und Fußball! Sie können sich für die Tour bei Brasil-Latino stärken, die Leichtigkeit und Beweglichkeit der Capoeira Tänzer bewundern und anschließend Köstliches aus der brasilianischen Küche im Café Cafuchico probieren, nachdem Sie von der wunderschönen brasilianischen Musik von Ivan Santos verzaubert wurden.
Die Veranstaltung
Herzlich willkommen zu der Tour mit brasilianischem Akzent! Wir machen eine Reise über mehr als 10.000 km in ca 2 Stunden, starten natürlich in Deutschland und nähern uns unserem Ziel - den liebenswerten Brasilianern, die in Frankfurt beheimatet sind. Was bewegt sie nach Deutschland zu kommen und hier zu bleiben? Dafür gibt es mehrere Gründe, ob private, geschäftliche, familiäre oder einfach aus Lust nach Abenteuer. An unserem Treffpunkt an der Töngesgasse beim Lebensmittelgeschäft Ponto Brasil & Latino werden Sie etwas Süßes probieren, um sich vor dieser langen und abenteuerlichen Reise zu stärken. Hier erfahren Sie auch ein wenig von dem Leben der Brasilianer in Frankfurt. Auf dem Weg zum Café Cafuchico treffen wir eine nette und motivierte Truppe, die uns das Capoeira Jacobina vorstellt. Geführt wird diese Gruppe von Xica Alegria, einer deutschen Capoeira Lehrerin, die Brasilien ins Herz geschlossen hat. Schließlich, am Café Cafuchico angekommen, lernen wir zuerst den Musiker Ivan Santos und seine wundervolle Musik kennen, bevor wir von Rosemary Schlau, Inhaberin des Cafés, ein wenig über die brasilianische Gastronomie erfahren und dann auch etwas kosten dürfen.
Die Partner
Café Cafuchico
Entstanden aus einem Wortspiel zwischen "Café" und "Fuchico" ist der Name dieses netten Cafés, das Köstliches aus Brasilien in einem gemütlichen Ambiente anbietet. So einzigartig wie die Mentalität der Brasilianer, so einzigartig ist auch der Charakter des Kaffees – kräftig und vor allem temperamentvoll. Wer dort frühstücken möchte, wird belohnt. Das "Cafrühstücko" lässt keine Wünsche offen. Hier fängt der Tag lecker und gesund an. Der große Hunger wird hier auch gestillt: brasilianischen Pfannkuchen mit Rindfleisch oder Thunfisch mit Salat, Sopa de Feijão (Schwarzbohneneintopf), Cafuchico-Salat und natürlich einige brasil. Tapas wie z.B. Coxinha (Hühnerschenkelchen), Quibe (Rindfleisch-Getreide mit Minze und Koriander), Bolinho de Bacalhau (Stockfischkroketten serviert mit Limetten und Chillisauce) und natürlich das berühmte Pão de Queijo.
Ponto Brasil Latino
Mitten in der Frankfurter Innenstadt an der Zeil finden Sie diesen gemütlichen Laden. Mittlerweile ist er zum Treffpunkt für alle Brasilien- und Lateinamerika Fans geworden.
Ivan Santos
Ivan Santos wurde in Nordosten Brasiliens geboren, wo die Volkskultur aus dem indianischen, afrikanischen, portugiesischen und arabischen Erbe entstanden ist. Dort begann er Musik zu machen, bevor er nach Rio de Janeiro ging, wo er 13 Jahre als freischaffender Musiker und Komponist lebte. Während dieser Zeit schrieb er für das Fernsehen und Theater. Seitdem haben viele renommierte brasilianische Künstler wie Ney Matogrosso, Lenine, Silverio Pessoa und Elba Ramalho seine Lieder aufgenommen. Seit über 20 Jahren lebt der Musiker mittlerweile in Frankfurt. Während dieser Zeit war er jedoch auch immer in der Musikszene Brasiliens präsent. Zu seinen Partnern gehören u.a. Philippe Baden Powell, Zé Renato und Lula Queiroga. Er ist ein einfallsreicher Gitarrenspieler, der jedem Lied, das er spielt, seine besondere Note verleiht – keine Idee wiederholt sich in den Songs. Dies, und seine perkussive, jedoch ruhige und warme Stimme bilden die Grundlagen seines Stils. Seine Musik könnte so definiert werden: eine Mischung aus Samba, Blues oder Bossa Nova – World-Pop, R&B und orientalische Grooves mit Elementen brasilianischer Tradition und moderner urbaner Musik. 2005 hat Santos in Los Angeles einen Grammy für seinen Song „Ninguém faz idéia“ („Keiner kann es ahnen“) in der Kategorie „Bestes brasilianisches Lied in portugiesischer Sprache“ bekommen. Die meisten seiner selbst komponierten Lieder singt er auf Portugiesisch und auf Englisch. Die Musik hat Ivan Santos Leben geprägt: Sein Vater hat die typisch brasilianische Begeisterung für Musik an den Sohn weitergegeben. Mit 14 Jahren bekam Ivan seine erste Gitarre geschenkt. Sie zu spielen, hat er sich selbst beigebracht. Nach der Schule begann er ein Architekturstudium, brach es aber bald wieder ab. Seit seinem 25. Lebensjahr, macht er nur noch Musik.
Capoeira
Capoeira ist eine über 400 Jahre alte Kampfsportart mit afrikanischen Wurzeln und brasilianischem Ursprung, die sich ständig weiterentwickelt. Im 16. Jahrhundert verteidigten sich afrikanische Sklaven gegen die Plantagenbetreiber und Großgrundbesitzer mit der Capoeira. Diese ist eine mit Musik und Gesang gestützte Kampfkunst. Für den Außenstehenden wurde sie als kontaktloser, ritueller Tanz getarnt. Der „Kampf“ findet immer in einer „Roda“ statt, das bedeutet auf Portugiesisch Kreis. Die Teilnehmer bilden einen Halbkreis um die zwei Kämpfer. Sie singen Lieder, klatschen dazu und einige Spieler trommeln oder spielen die Berimbau. Das ist ein Instrument, das aus einem gebogenen Holzstock besteht, an dessen beiden Enden ein Draht als Saite befestigt ist. Ein ausgehöhlter Flaschenkürbis dient am unteren Ende des Bogens als Klangkörper. Die Berimbau bestimmt den Rhythmus des Kampfes. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter ein waffenloses Kampftraining mit viel List und Tücke. Heute lebt die Tradition der aus Leid entwickelten Kampfsportart in ihrer Musik und ihrer Bewegung weiter. Weltweit erfreut sich die Capoeira ständig wachsender Beliebtheit. Neben körperbewusstem Training wird auch die Tradition und Kultur weitergegeben. Die Fusion von Fitness, Akrobatik, Kondition, Körperbewusstsein, Tanz und Kampf zeichnen diese Sportart als einzigartiges Training aus. Vor allem durch Gemeinschaft, Musik und Kultur wird ein einmaliges Lebensgefühl vermittelt.
www.capoeira-in-frankfurt.de/
Infos
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: 15 Minuten vor Führungsbeginn am Ponto Brasil & Latino, Töngesgasse 7, 60311 Frankfurt
Endpunkt: Café Cafuchico, Eckenheimer Landstraße 61, 60318 Frankfurt
Rollstuhl- und/oder Kinderwagengerecht: Nein
Mindestalter: keine Altersbegrenzung